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Ölsaaten

Ölsaaten

Pflanzen, aus deren Samen, Kernen oder Früchten Pflanzenöl gewonnen werden kann, werden als Ölsaaten oder -früchte bezeichnet. Zu den Ölsaaten und Ölpflanzen gehören viele verschiedene Pflanzenfamilien, die botanisch nicht miteinander verwandt sind. Sie alle besitzen einen hohen Ölgehalt von mindestens 35 % der Trockenmasse. Dazu gehören unter anderem Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen, Mohn und Kürbiskerne sowie einige Kerne, die oft als „Nüsse“ bezeichnet werden, darunter Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien und Cashewkerne.

Sie werden wegen ihres hohen Gehalts an Nährstoffen wie Proteinen, Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen auch oft als Superfood bezeichnet. Sie sind daher eine wunderbare Ergänzung für viele Backwaren und können auf verschiedene Weise verwendet werden.

Verwendung von Ölsaaten

Ölsaaten können beispielsweise als Aufstreu, als Nullteig, als Ölzusatz, als glutenfreies Mehl oder sogar als Backmittel verwenden. Um sicherzustellen, dass die Textur und das Geschmacksprofil nicht beeinträchtigt werden, ist es wichtig, die richtige Menge in Backrezepten zu verwenden. Zu viele Ölsaaten können beispielsweise zu trockenen und krümeligen Backwaren mit Backfehlern führen. Eine richtige Menge kann jedoch zusätzliche Nährstoffe und Geschmack hinzufügen und eine gesunde Ergänzung zu jedem Gebäck sein.

Mohnsamen

Mohnsamen werden vorwiegend zur Ölgewinnung verwendet. Als Backzutat sind sie Bestandteil von Füllungen, beispielsweise in Stollen und Strudel. Alternativ werden Mohnsamen vor dem Backen als Aufstreu für Kleingebäck verwendet. Hier sollte bachtet werden, dass Mohn Morphin enthält. Daher empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung einen maximalen täglichen Verzehr von nur 6,3 μg/kg Körpergewicht. Hersteller setzen allerdings überwiegend Rohmohn mit niedrigem Morphingehalt ein, so dass Speisemohn in der Regel kaum noch Morphin enthält. 

Senfsaat (Senfkörner)

Senfsaat gehört botanisch zu den Kreuzblütlern und ist somit eng mit Kohl, Rettich und Rucola verwandt. Die einjährigen Senfpflanzen tragen kleine Samen, die je nach Art gelb, braun oder schwarz gefärbt sind. In der Küche ist Senf vor allem als Würzmittel bekannt, doch er kann auch als Backzutat verwendet werden. Die Körner können direkt in den Teig gegeben werden. Für ein intensiveres Aroma können sie auch leicht angeröstet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, sie als knuspriges Topping auf der Kruste einzusetzen. Je nach Sorte reicht ihr Geschmack von mild-nussig bis kräftig-scharf.

Mandeln – die Steinfrucht

Mandeln gehören botanisch zu den Steinfrüchten, werden aber wegen ihres hohen Ölgehalts und ihrer Verwendung zur Herstellung von Rohmassen zu den Ölsaaten gezählt. Sie sind eine der vielseitigsten Zutaten und werden in den unterschiedlichsten Formen verwendet: ganz, gehackt, gehobelt, gemahlen oder als Mandelmehl. Eine besonders raffinierte Verarbeitung von Mandeln findet sich im Marzipan, das zu den bekanntesten Zuckerwaren gehört.

Bethmännchen aus Marzipan

Marzipan

Marzipan ist eine Rohmasse aus Ölsaaten, genauer Mandeln und Zucker, die sowohl zum Verzehr als auch zur Dekoration und Verarbeitung in Backwaren geeignet ist. Die Ursprünge des Marzipans reichen weit zurück, doch ist es heute besonders durch seine traditionsreiche...
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Rezepte mit Ölsaaten

Das Backen mit Ölsaaten eröffnet vielfältige Möglichkeiten für kreative und geschmacklich abgerundete Backwaren. Ob rustikales Brot, süßes Gebäck oder aromatische Füllungen – ihre Eigenschaften machen sie zu einer wertvollen Zutat. Wer mit ihnen experimentiert, wird die geschmacklichen Vorzüge dieser kleinen, aber feinen Superhelden schnell schätzen lernen.

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