Um die Backwaren geschmackvoller, plastischer und haltbarer zu machen, ist es wichtig, sich mit den Teigvorstufen zu beschäftigen. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Teigvorstufen: Sauerteige, Nullteige und Vorteige. Diese Teigvorstufen werden vor dem eigentlichen Hauptteig angesetzt und später in diesen eingearbeitet. Man spricht bei diesem Herstellungsprozess auch von einer indirekten Teigführung.
Die indirekte Teigführung mit Teigvorstufen bringt viele Vorteile mit sich: eine höhere Wasseraufnahme, eine längere Frischhaltung der Backwaren sowie eine Verbesserung der Konsistenz und der Backeigenschaften. Auch die Aromabildung wird positiv beeinflusst, da sich während der Ruhezeit der Vorstufen vielfältige Duft- und Aromastoffe bilden. Daher empfehle ich, jedes Brot mit mindestens einer Teigvorstufe zu backen. Wenn du verschiedene Teigvorstufen miteinander kombinierst, wird dein Brot noch komplexer und geschmackvoller. Natürlich bedeutet die Verwendung mehrerer Teigvorstufen einen Mehraufwand, aber es lohnt sich, denn sie haben einen großen Einfluss auf den Geschmack und das Aroma deiner Backwaren.