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Farine francaise

Französische Mehle

In Frankreich ist Weizenmehl, auch „Farine de blé“ genannt, das am häufigsten verwendete französische Mehl in der Backstube. Es dient als Grundlage für eine Vielzahl von Backwaren, von Baguettes und Croissants bis hin zu Galettes und Eclaires. Ihre Typisierung unterscheidet sich hierbei ein wenig von deutschen Weizenmehlen. Für die Herstellung bestimmter Brotsorten werden jedoch auch andere Mehle verwendet, darunter Roggen-, Buchweizen- und Bohnenmehl.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Vollkorn- und Bio-Mehle häufiger verwendet werden, wird in Frankreich eher Weißmehl bevorzugt. Dieses Mehl wird häufig für die klassischen französischen Brotsorten wie Baguette, Pain de Campagne und Pain de Tradition Française verwendet. Durch strenge Vorschriften und Qualitätssiegel wird versucht, diese Traditionen zu bewahren und den Verbrauchern qualitativ hochwertige Backwaren anzubieten. Dieser Fokus auf Qualität und Tradition macht französisches Brot weltweit beliebt und begehrt.

Farine de blé

Französische Weizenmehle zeichnen sich durch ihre besondere Zusammensetzung aus. Im Gegensatz zu deutschen Mehlen, die nur aus einer einzigen Weizensorte bestehen, werden französische Weizenmehle aus mehreren verschiedenen Weizensorten gemischt. Sie sind wie Weine eine Art „Cuvée-Mehl“.

Weitere Mehle

Neben Weizenmehlen gibt es in Frankreich natürlich auch Vollkornmehle oder Mehle aus anderen Getreidesorten. Sie spielen aber keine so große Rolle. Beliebt sind Mehle aus Roggen, Buchweizen und Bohnen. Vor allem in den küstennahen Regionen werden mit diesen Getreidearten spezielle Backwaren hergestellt oder sie dienen wegen ihres aromatischen Geschmacks und ihrer backtechnischen Eigenschaften als Mehlzusatz.

Qualitätsmerkmale

Die französische Backkultur ist bekannt für ihre hohe Qualität, ihre Liebe zum Detail und die Wertschätzung traditioneller Backmethoden. Durch die strengen Vorschriften und Gütesiegel wird versucht, diese Traditionen zu bewahren und den Verbrauchern hochwertige Backwaren anzubieten.

Gütesiegel

Das Label Rouge ist ein anerkanntes Gütesiegel in Frankreich, das für Produkte verwendet wird, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Dieses Siegel wird auch auf ausgewählte Mehle angewendet, die aus qualitativ hochwertigem Weizen hergestellt werden und keine Zusatzstoffe enthalten dürfen. Es stellt sicher, dass diese Mehle den strengen Standards entsprechen und somit die Grundlage für qualitativ hochwertige Backwaren darstellen.

Vorschriften

Die Bezeichnungen „pain de tradition française“, „pain maison“ und „Baguette de tradition française“ sind ebenfalls geschützt und unterliegen speziellen Vorschriften. Diese traditionellen Brotsorten dürfen nur aus wenigen einfachen Zutaten hergestellt werden, nämlich Mehl, Wasser, Salz, Hefe und/oder Sauerteig. Dies soll sicherstellen, dass das Brot in seiner Herstellung möglichst authentisch bleibt und den charakteristischen Geschmack und die Textur französischer Brote bewahrt.

Typisierung von französischem Mehl

In Frankreich gibt es seit 1963 eine Norm (die AFNOR-Norm NF V 03-720), die auf internationalen Standards (ISO-Norm 2171) basiert. Diese Norm wird verwendet, um verschiedene Arten von Mehl aus Weizen und Roggen zu klassifizieren. Die Klassifikation beruht auf dem durchschnittlichen Mineralstoffgehalt im Mehl, der in Milligramm pro 10 Gramm Trockenmasse gemessen wird. Je nach Mineralstoffgehalt wird das Mehl in unterschiedliche Typen eingeteilt. Diese Norm stellt sicher, dass die Qualität und Eigenschaften des Mehls für verschiedene Backzwecke konsistent und vorhersehbar sind.

Frankreich Deutschland
Weizenmehl Bezeichnung Minderalstoffe Äquivalent
T45 farine à patisserie > 0,49 % Typ 450
T55 farine blanche 0,50 - 0,60 % Typ 550
T65 farine de tradition 0,60 - 0,75 % -
T80 farine bise 0,75 - 0,90 % Typ 812
T110 farine complète 1.00 - 1,20 % Typ 1050
T150 farine intégrale > 1,40 % Typ 1600
Roggenmehl Bezeichnung Mineralstoffe Äquivalent
T70 - 0,60 - 1,00 % Typ 610
T85 - 0,75 - 1,25 % Typ 815
T130 - 1,20 - 1,50 % Typ 1370
T170 - > 1,50 % Typ 1740

Typisch französische Rezepte

Französische Backwaren sind weltweit für ihre Qualität und Vielfalt bekannt. Jede Region Frankreichs hat ihre eigenen Spezialitäten wie die buttrigen Kouign-Amann aus der Bretagne oder das Pain d’épices aus Burgund. Die berühmte französische Patisserie begeistert mit kunstvollen Desserts wie Macarons, Éclairs und Mille-Feuille, die präzise Technik und ästhetisches Geschick erfordern.

Frankreich hat auch eine reiche Brotkultur, die durch das ikonische Baguette und Brotsorten wie Pain de Campagne und Pain Poilâne repräsentiert wird. Französische Bäckereitechniken und -rezepte haben sich weltweit verbreitet und inspirieren internationale Bäckereien und Konditoreien. Renommierte Kochschulen wie die École Lenôtre und Le Cordon Bleu bilden Bäcker und Konditoren aus der ganzen Welt aus und leisten so einen Beitrag zur weltweiten Verbreitung der hohen französischen Patisseriekunst.

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