Seit 2018 wird in Deutschland jedes Jahr ein besonderes Brot vom Deutschen Brotinstitut zum Brot des Jahres“ gekürt. Das Deutsche Brotinstitut ist eine renommierte Institution zur Qualitätssicherung und Förderung der deutschen Brotkultur. Gegründet als zentrale Anlaufstelle für die Bewertung und Verbesserung von Backwaren, beschäftigt sich das Institut intensiv mit der deutschen Brotkultur. Sie bewertet jährlich Tausende von Backwaren nach dem so genannten DLG-Prüfschema, das verschiedene sensorische Merkmale berücksichtigt und Backwaren auszeichnet, die sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch überzeugen.
Insbesondere die Auszeichnung „Brot des Jahres“ dient dazu, die Vielfalt und Qualität der deutschen Brotkultur zu fördern. Das Deutsche Brotinstitut verfolgt das Ziel, traditionelle Brotsorten zu erhalten und moderne Backtrends zu fördern, denn Deutschland verfügt mit über 3.200 registrierten Brotsorten über eine umfassende Brotkultur. Deshalb gehört das deutsche Brot auch zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Broten des Jahres wider, die sich durch unterschiedliche Getreidesorten, Backtechniken und Rezepturen auszeichnen.
Das Deutsche Brotinstitut
Qualitätssicherung und Förderung der deutschen Brotkultur sind die Kernaufgaben des Deutschen Brotinstituts. Gegründet als zentrale Anlaufstelle für die Beurteilung und Verbesserung von Backwaren, bewertet es jährlich rund 15.000 Backwaren aus Bäckereien nach einem speziellen Prüfschema.
Bewertet wird von „außen nach innen“ mit Punkten für Form, Aussehen, Krusteneigenschaften, Lockerung, Krumenbild, Struktur, Elastizität, Geruch und Geschmack. Bei voller Punktzahl wird das Prädikat „sehr gut“ vergeben, bei 90 Punkten und mehr das Prädikat „gut“. Produkte, die drei Jahre hintereinander mit „sehr gut“ bewertet werden, erhalten die Auszeichnung „Gold“. Diese Auszeichnungen fördern die Motivation der Bäckereien, kontinuierlich hohe Qualität zu liefern und tragen zur positiven Wahrnehmung der deutschen Brotkultur bei. Weicht die Bewertung einer Probe von der Höchstpunktzahl ab, erhalten die betroffenen Betriebe Verbesserungsvorschläge und eine kostenlose Beratung. Positive Ergebnisse werden in einem „Bäckerei-Finder“ auf der Internetseite des Deutschen Brotinstituts veröffentlicht, so dass Verbraucherinnen und Verbraucher qualitativ hochwertige Bäckereien in ihrer Nähe finden können.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit des Deutschen Brotinstituts sind seine Auszeichnungen und Wettbewerbe. So wird seit 2018 jährlich das Brot des Jahres gekürt. Der offizielle Anschnitt und damit die Bekanntgabe der Wahl erfolgt traditionell durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Zur wissenschaftlichen Untermauerung seines Engagements hat das Deutsche Brotinstitut einen Wissenschaftlichen Beirat berufen, der die Aufgaben des Instituts und der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim fachlich begleitet und für die Seriosität der Ergebnisse bürgt. Dem Beirat gehören namhafte Getreide- und Ernährungswissenschaftler sowie Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführung an.
Die Deutsche Brotkultur
Deutschland ist weltberühmt für seine einzigartige Brotkultur. Von herzhaften Roggenbroten über kernige Vollkornbrote bis hin zu feinsten Weizenbroten – die Auswahl an Brotspezialitäten ist riesig. Sie unterscheiden sich nicht nur in ihren Zutaten, sondern auch in den Backtechniken und Backformen. Hinzu kommt, dass jede Region in Deutschland ihre eigenen Spezialitäten hat. Diese gehen oft auf jahrhundertealte Traditionen zurück. Nach wie vor sind althergebrachte Backtechniken wie das Backen im Holzofen oder die Verwendung von Sauerteig weit verbreitet. Sie verleihen den Backwaren nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern tragen auch zur Vielfalt des deutschen Brotes bei.
Vor diesem Hintergrund ist die Brotkultur ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Identität und der Lebensart. Denn Brot spielt bei vielen deutschen Mahlzeiten eine zentrale Rolle, sei es als Beilage, Hauptgericht oder allgegenwärtiger Snack. Außerdem ist das Brotbacken in vielen deutschen Haushalten eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die oft von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Die UNESCO hat das deutsche Brot sogar in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen – mit über 3.200 registrierten Brotsorten ist das weltweit einmalig. Diese Anerkennung trägt dazu bei, das Wissen um die vielfältigen Traditionen des Brotbackens zu erhalten und zu fördern. Sie ist auch eine Anerkennung für die Arbeit der Bäckerinnen und Bäcker, die diese Traditionen am Leben erhalten und weiterentwickeln.
Die Brote des Jahres
Mit Prämierungen und Wettbewerben unterstützt und pflegt das Deutsche Brotinstitut die Brotkultur in Deutschland. So wird seit 2018 jährlich das „Brot des Jahres“ gekürt, um besondere Brotsorten zu würdigen und zu fördern. Dabei handelt es sich um charakteristische Sorten, die für eine besondere Tradition, Zutaten oder Backtechnik stehen. Es wird kein bestimmtes Rezept vorgegeben, sondern die Sorte wird aufgrund ihrer typischen Eigenschaften und ihrer Bedeutung für die Brotkultur ausgezeichnet. Die Auszeichnung macht auf die Vielfalt und Qualität deutscher Brote aufmerksam und trägt dazu bei, das Bewusstsein für traditionelle und innovative Brotsorten zu schärfen.