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La tropézienne

Übersicht: Cremes

Cremes sind das verbindende Element zwischen Bäckerei und Pâtisserie. Sie füllen Windbeutel und Hefegebäck, stabilisieren Torten, machen Obsttartes saftig, geben Schnittkuchen eine glatte Oberfläche und sorgen bei Desserts für einen zarten Schmelz. Hinter dem Wort „Creme“ verbirgt sich dabei kein einzelnes Rezept, sondern ein Baukasten aus wenigen Zutaten und drei Grundtechniken: Fette, Zucker und Flüssigkeiten werden gebunden, emulgiert und aufgeschlagen. Wer dieses Prinzip verstanden hat, kann Rezepte sicher variieren, Aromen gezielt steuern und einfache Gebäcke mit wenig Aufwand veredeln – vom Kuchen mit Crème pâtissière bis zum mehrschichtigen französischen Entremet.

Man ordnet Cremes nach der Art ihrer Herstellung: gekochte Cremes binden über Stärke und/oder Eigelb, gerührte Cremes leben von der Emulsion aus Fett und Flüssigkeit, geschlagene Cremes gewinnen ihre Struktur aus eingeschlagener Luft. Innerhalb jeder Gruppe gibt es eine Grundcreme, aus der durch Kombination mit anderen Cremes die abgeleiteten Varianten entstehen. Eine Sonderstellung nehmen die Spezialcremes ein, die eine Grundcreme mit einer eigenständigen Komponente verbinden – vom fruchtgebundenen Curd bis zur nussigen Gianduja.

Gekochte Cremes

Gekochte Cremes binden über Stärke und/oder Eigelb. Das Prinzip der Bindung beruht auf der Stärkeverkleisterung bei Hitze. Die Eiproteine festigen die Creme zusätzlich, sodass standfeste, backstabile und ausgesprochen wandelbare Grundcremes entstehen. Aus ihnen lassen sich mehr klassische Cremes herstellen als aus jeder anderen Grundcreme.

Gekochte Cremes
Cremeart Variation Bezeichnung
Crème Pâtissière Milch, Eigelb, Zucker, Vanille, Stärke Grundcreme
+ Kuvertüre Crème au Chocolat
+ Buttercreme Deutsche Buttercreme
+ Butter Crème Mousseline
+ Crème Chantily Crème Princesse
+ Crème Chantily + Geliermittel Crème Diplomate
+ Schaummasse Crème Chiboust
Crème Anglaise Milch, Eigelb, Zucker, Vanille Grundcreme

Crème Pâtissière

Die wichtigste Creme dieser Kategorie ist die Crème pâtissière, die in deutschen Backstuben auch als „Konditorcreme” bezeichnet wird. Sie ist das Ur-Rezept jeder gekochten Creme und zugleich der Ausgangspunkt für eine ganze Reihe weiterer Cremes: Mit Kuvertüre wird sie zur Crème au chocolat, mit reichlich Butter zur standfesten Crème mousseline und mit untergehobener Crème chantilly zur leichteren Crème princesse. Bindet man dieselbe Kombination zusätzlich mit Gelatine, entsteht die schnittfeste Crème diplomate, mit italienischer Baisermasse statt Sahne die luftige Crème chiboust.

Eclair

Crème Pâtissière

Creme Pâtissière ist das Ur-Rezept jeder gekochten Creme: eine einfache, aber genial ausbalancierte Verbindung von Milch, Eigelb, Zucker, Stärke und echter Vanille. In deutschen Backstuben trägt sie seit jeher den nüchternen Namen „Konditorcreme“, während...
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Crème Anglaise

Im Gegensatz zur mit Stärke gebundenen Pâtissière wird die Crème anglaise nur „zur Rose“ abgezogen, das heißt, sie wird bei 82 – 85 °C bis zur Bindung erhitzt, ohne aufzukochen. Dadurch bleibt sie dünnflüssig und seidig statt puddingartig. Warm dient sie als Sauce zu Kuchen und Desserts, kalt bildet sie die Basis edler Eismassen und, mit Gelatine und Sahne vermischt, der Crème bavaroise.

Buchteln mit Vanillesauce

Crème Anglaise

Crème Anglaise ist eine seidige Grundcreme mit feinem Vanillearoma und der Konsistenz einer Sauce. Sie ist eng mit der Crème Pâtissière verwandt, die mit Stärke gebunden wird. Im Gegensatz hierzu wird die Crème Anglaise nur „zur Rose“ abgezogen, also...
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Abgeleitete Cremes

Aus einer gekochten Grundcreme lassen sich durch die Zugabe weiterer Zutaten oder die Kombination mit anderen Cremes unzählige Varianten entwickeln, die leichter, haltbarer oder reichhaltiger sind. Das Grundprinzip bleibt dabei immer gleich: Die gekochte Basis liefert Bindung und Aroma, während die zugesetzte Komponente die Textur steuert – von cremig-standfest bis luftig-zart.

Streuseltaler mit Crème diplomate

Crème Diplomate

Die Crème Diplomate ist eine der gängigsten Abwandlungen der Crème Pâtissière. Während die Crème Pâtissière für sich genommen eine reichhaltige, kräftige Creme ist, gewinnt die Crème Diplomate durch die Zugabe von luftiger Crème Chantilly deutlich an...
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Gerührte Cremes

Gerührte Cremes kommen ohne Kochvorgang aus, da sie auf einer Emulsion aus Fett und Flüssigkeit basieren. Butter wird mit Zucker schaumig gerührt, bis eine glatte, helle Masse entsteht – die Grundlage aller Buttercremes. Auch die Ganache zählt hierzu: eine Emulsion aus Kuvertüre und Sahne. Eine Sonderstellung nimmt die Crème d’amande ein. Sie enthält zusätzlich gemahlene Mandeln und rohes Ei und muss deshalb mitgebacken werden. Allen gemeinsam ist, dass sie sich unkompliziert aromatisieren lassen – mit Vanille, Kakao, Spirituosen oder Fruchtpürees – und sich als Füllung, Überzug oder Dekor eignen.

Gerührte Cremes
Cremeart Variation Bezeichnung
Buttercreme Butter, Zucker Grundcreme
+ Crème Pâtissière Deutsche Buttercreme
+ Volleimasse Französische Buttercreme
+ Schaummasse Italienische Buttercreme
+ Schaummasse + Wasserbad Swiss Meringue Buttercreme
+ Puderzucker + Aroma Amerikanische Buttercreme
Ganache Kuvertüre + Sahne (1:1) Ganache-Glasur
Kuvertüre + Sahne (1,5:1) Pariser Creme
Kuvertüre + Sahne (2:1) Trüffelcreme
+ Butter Butterganache
+ Aufschlagen Ganache montée
Crème d'amande Butter, Zucker, Mandelmehl, Vollei Grundcreme
+ Crème Pâtissière Frangipane

Buttercreme

Buttercremes sind die vielseitigsten Helfer in der Pâtisserie: Sie sind beliebig aromatisierbar, lassen sich präzise aufdressieren und veredeln allerlei Oberflächen. Die verschiedenen Varianten unterscheiden sich vor allem in der Art, wie der Zucker eingebunden wird. Das hat Einfluss auf die Stabilität und den Schmelz. Die amerikanische Buttercreme besteht aus verrührter Butter und Puderzucker, wodurch sie sehr süß und fest bleibt. Die deutsche Buttercreme wird mit Crème pâtissière zubereitet und ist dadurch leichter und weniger süß. Die französische Variante wird mit warmer Schaummasse zubereitet, während die italienische und die Swiss-Meringue-Variante mit aufgeschlagenem Baiser arbeiten – dadurch werden sie erstaunlich luftig und fein.

Ganache

Eine Ganache ist eine einfache, aber geniale Emulsion aus Kuvertüre und Sahne. Das Mischungsverhältnis der beiden Zutaten ist entscheidend: Bei einem Verhältnis von 1:1 ergibt sich eine gießfähige Glasur, bei 1,5:1 eine streichfähige Pariser Creme und bei 2:1 eine feste Trüffelcreme. Durch die Zugabe von Butter, Glukosesirup, Pürees oder Alkohol lässt sich der Schmelz fein justieren. Technisch gesehen ist die Ganache zwar eine Creme, in der Confiserie übernimmt sie jedoch meist die Rolle einer Füllung oder Glasur.

The Suprême Croissant

Ganache

Kaum eine Creme ist so schlicht und gleichzeitig so vielseitig wie die Ganache. Obwohl sie nur aus zwei Zutaten, Kuvertüre und Sahne, besteht, kann man aus ihr Glasuren, Füllungen, Trüffel, Cremes oder Dekorelemente herstellen. Dabei sind die Verhältnisse...
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Crème d'amande

Crème d’amande ist eine gerührte Buttercreme auf Mandelbasis, die im Gegensatz zu klassischen Buttercremes mitgebacken werden muss, da sie rohe Eier enthält. Sie ist eine der wichtigsten Füllcremes der französischen Pâtisserie und veredelt traditionelle Rezepte wie die Galette des Rois. Eine Variante von ihr ist Frangipane, bei der Crème d’amande mit Crème pâtissière gemischt wird. So entsteht eine cremigere und weniger fettreiche Füllungcreme.

Plaumentarte

Crème d'amande

Die Crème d’amande, im Deutschen oft als Mandelcreme bezeichnet, ist eine Grundzutat der französischen Pâtisserie. Obwohl sie nur aus wenigen Zutaten – Butter, Zucker, gemahlenen Mandeln und Ei – besteht, ist sie erstaunlich vielseitig. Anders als eine...
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Geschlagene Cremes

Geschlagene Cremes erhalten ihre Struktur nicht durch Bindung, sondern durch die eingeschlagene Luft. Dafür wird kalte Sahne mit Zucker aufgeschlagen, bis das Milchfett die Luftbläschen stabilisiert. Je nach Verwendung wird die Sahne pur, mit Früchten oder mit anderen Cremes kombiniert. Da geschlagene Sahne von Natur aus instabil ist und mit der Zeit zusammenfällt, werden die meisten dieser Cremes mit einem Geliermittel oder einem Sahnestandmittel gebunden. Die Bandbreite reicht von der leichten Crème chantilly bis zur schnittfesten Crème bavaroise.

Geschlagene Cremes
Cremeart Variation Bezeichnung
Crème Fouettée Geschlagene Sahne Grundcreme
Crème Chantily Geschlagene Sahne, Zucker Grundcreme
+ Geliermittel Crème Montée
+ Geliermittel + Frucht Fruchtsahnecreme
+ Geliermittel + Frischkäse + (Frucht) Frischkäsecreme
+ Crème Anglaise + Geliermittel Crème Bavaroise
+ Crème Anglaise + Geliermittel + Frischkäse Käsesahnecreme

Crème Chantilly

Die Crème Chantilly ist die Urform aller geschlagenen Cremes und sofort einsatzbereit. In Kombination mit anderen Cremes, gebunden mit Geliermitteln oder aromatisiert mit Früchten und Spirituosen. Ihre Erfolgsfaktoren sind denkbar einfach und doch entscheidend: gut gekühlte Sahne mit einem ausreichenden Fettgehalt von mindestens 30 % und nicht zu langes Schlagen – sonst trennt sich das Fett und es entsteht Butter.

Biskuitrolle mit Kirschcreme

Crème Chantilly

Die Crème Chantilly, oft schlicht als geschlagene Sahne bezeichnet, ist eine der einfachsten und zugleich wichtigsten Grundzubereitungen in der Konditorei. Sie besteht klassisch nur aus Sahne, Zucker und Vanille, wird aufgeschlagen, bis sie luftig und...
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Spezialcremes

Neben den klassischen Cremes gibt es eine Reihe von Spezialcremes, die sich in ihrer Zusammensetzung deutlich von den anderen unterscheiden. Sie verbinden meist eine Grundcreme nicht mit einer zweiten Creme, sondern mit einer eigenständigen Komponente, die ihren Charakter prägt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Curd: Anstelle von Milch wird zur Herstellung dieser Creme eine Fruchtzubereitung verwendet. Eigelb, Zucker und Fruchtsaft – klassischerweise Zitrone – werden wie bei einer Anglaise zur Rose abgezogen und mit Butter montiert. Das Ergebnis ist fruchtig-säuerlich statt milchig-süß und stellt einen eigenen Cremetyp dar. Die anderen Spezialcremes folgen demselben Prinzip: eine klassische Grundcreme, ergänzt um eine prägende Komponente.

Spezialcremes
Cremeart Zusammensetzung Besodnerheit
Curd Eigelb, Zucker, Frucht (sauer), Butter Fruchtbasis statt Mich
Crème namelaka Schokolade, Milch, Glukose, Gelatine, Sahne „umgekehrte" Ganache
Crème gianduja Ganache + Gianduja mit Confiseriepaste
Crème praliné Crème mousseline + Praliné Füllung für Paris-Brest
Crème tiramisu Sabayon + Mascarpone + Crème chantilly italienischer Klassiker

Cremes mit Nusspasten

Die Crème gianduja und praliné werden in Verbindung mit aromatischen Nusspasten hergestellt. Hier ist eine saubere Unterscheidung wichtig: Die Pasten selbst – Gianduja, Praliné oder Nougat – sind Confiserie-Pasten und gehört zu den Füllungen. Erst die Verbindung dieser Pasten mit einer Grundcreme macht daraus eine Spezialcreme.

Crème Namelaka

Die Crème Namelaka wurde am Institut École Valrhona entwickelt. Ihr Name stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „cremig” oder „geschmeidig”. Fachlich handelt es sich um eine umgekehrte Ganache. Zur Herstellung wird die Milch mit Glukose aufgekocht, die eingeweichte Gelatine darin gelöst und die Mischung über die teilweise geschmolzene Kuvertüre gegossen. Mit dem Stabmixer entsteht eine glatte Emulsion, bevor zuletzt die kalte Sahne untergezogen wird. Nach mindestens zwölf Stunden im Kühlschrank ist die Namelaka standfest genug zum Aufdressieren und dabei trotzdem wunderbar zart.

Curd

Technisch gesehen ist der Curd eng mit der Crème Anglaise verwandt und gehört deshalb ebenfalls zu den Cremes. Die Fruchtsäure übernimmt hier die Rolle der Milch und stabilisiert die eigelbgebundene Masse.

Rhabarbercurd

Rhabarbercurd

Eine der bekanntesten Fruchtcremes Englands ist der Curd, dessen bekannteste Variante zweifellos der Lemon Curd ist. Es lohnt sich jedoch, auch andere Früchte auszuprobieren, denn das Prinzip des Curds funktioniert mit jeder sauren Frucht – und kaum eine...
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Rezepte

Streuseltaler mit Crème diplomate
Marzipantörtchen
Choux au craquelin
Lüneburger Buchweizentorte
Windbeutel mit Rhabarbercurd
Biskuitrolle mit Kirschcreme

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