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Laugen Burger Buns

Technik: Belaugen

Das Belaugen von Backwaren ist ein traditionelles Verfahren, das maßgeblich für den unverwechselbaren Geschmack und die typische dunkelbraune Färbung von Laugengebäck wie Brezeln, Brötchen oder Baguettes verantwortlich ist. Durch das Eintauchen des rohen Teigs in eine alkalische Lauge, meist Natronlauge, entsteht beim Backen eine glänzende Kruste mit kräftigem Aroma, während das Innere weich und fluffig bleibt. Diese spezielle Technik sorgt für das charakteristische, leicht salzige und herzhafte Geschmacksprofil, das Laugengebäck so beliebt macht.

Je nach Region und Tradition unterscheiden sich diese Gebäcke in Form und Aussehen. So unterscheiden sich beispielsweise schwäbische und bayerische Brezeln leicht in Herstellung und Form. Neben den klassischen Laugenbrezeln lassen sich aber auch Laugenbrötchen, Laugenstangen, Laugencroissants, Laugenzöpfe, Laugenecken und kleinere Laugeneinheiten wie Laugenkastanien leicht zu Hause herstellen.

Bevor man jedoch mit dem Belaugen beginnt, ist es wichtig, die richtigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da die verwendete Lauge ätzend sein kann. Im Folgenden zeige ich dir, wie du dieses Gebäck sicher und erfolgreich belaugen kannst, und gebe dir eine detaillierte Anleitung, wie du die Lauge zubereiten und verwenden kannst, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Laugenarten

Professionelle Bäcker verwenden für die Herstellung von Laugengebäck echte Natronlauge, die aus Natriumhydroxid (NaOH) besteht. Diese starke Lauge sorgt für das typische Aussehen und den intensiven Geschmack des Gebäcks, muss aber sehr vorsichtig gehandhabt werden, da sie stark ätzend ist. Hobbybäcker verwenden oft eine mildere Alternative: Natron, auch als Natriumbicarbonat (NaHCO₃) bekannt.

Obwohl beide Stoffe eine ähnliche Wirkung auf die Teigoberfläche haben, unterscheiden sie sich chemisch grundlegend. Natriumhydrogencarbonat ist weniger stark alkalisch und daher sicherer in der Anwendung, aber nicht ganz so wirksam wie die „echte“ Natronlauge. Beim Backen mit Haushaltsnatron bleibt die Kruste heller und der typische Laugengeschmack ist etwas weniger intensiv, aber dennoch lecker und ideal für den Hausgebrauch.

Anwendungshinweise

Natriumhydroxid ist stark ätzend und erfordert daher beim Umgang besondere Vorsichtsmaßnahmen. Handschuhe, Schutzbrille und gut belüftete Arbeitsräume sind unerlässlich, da Kontakt mit Haut oder Augen schwere Verätzungen verursachen kann. Außerdem darf Natronlauge niemals in Aluminiumgefäßen verwendet werden, da sie das Material zersetzt und gefährliche Gase freisetzen kann.

  • trage Handschuhe und ggf. eine Schutzbrille
  • Aluminiumbleche sind ungeeignet, da sie mit der Lauge chemisch reagieren
  • Backpapier ist bedingt geeignet, da die Lauge Gebäck und Papier verklebt
  • Dauerbackfolien sind gut geeignet und laugenfest
  • fertige Lauge ist gut verschlossen für mehrere Wochen haltbar

Haushaltsübliche Mengen von Natronlaugenresten, sowohl von Natriumhydrogencarbonat (Backnatron) als auch von Natriumhydroxid (NaOH), können über die Kanalisation entsorgt werden, wenn sie vorher ausreichend verdünnt werden. Dazu werden die Laugenreste langsam in den Abfluss geschüttet, wobei ständig viel Wasser nachlaufen muss, um die Lauge zu verdünnen und zu neutralisieren.

Herstellung von Lauge

Die Herstellung der beiden Laugenarten unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten. Bei der echten Natronlauge (Natriumhydroxid) handelt es sich um einen Gefahrstoff, der sorgfältig und unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen verwendet werden muss. Die Herstellung der Natriumbikarbonatlauge ist hingegen sicherer und unkomplizierter. Hier löst man Natriumbicarbonat in kochendem Wasser auf, ohne dass die Lösung gefährlich ätzend wird.

Echte Natronlauge

Man benötigt 4 Teile Natronperlen und 100 Teile Wasser. Man gibt beispielsweise 1 Liter lauwarmes Wasser in ein geeignetes Gefäß. Anschließend fügt man vorsichtig 40 g Natronperlen hinzu, niemals umgekehrt. Danach rührt man die Mischung vorsichtig um, bis sich die Perlen vollständig aufgelöst haben. Durch die chemische Reaktion erwärmt sich das Wasser von selbst. Die Teiglinge nacheinander in die Lauge tauchen und gut abtropfen lassen. Anschließend werden sie auf eine Backfolie gelegt und ggf. verziert.

Natriumbicarbonat

Man benötigt 5-10 Teile Natronpulver und 100 Teile Wasser. Man bringt beispielsweise 1 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen. Sobald das Wasser sprudelt, werden vorsichtig 50 g Natronpulver hinzugegeben. Das Wasser wird anschließend kurz aufschäumen, deshalb langsam und in kleinen Mengen zugeben. Lass die Lauge etwas abkühlen, bis sie lauwarm ist. Die geformten Teiglinge nacheinander mit einer Schaumkelle für einige Sekunden in die Lauge tauchen. Gut abtropfen lassen, auf Backfolie legen und ggf. mit Brezelsalz oder Ölsaaten bestreuen.

Grundrezepte

Laugengebäck wird traditionell aus einem festen Weizenteig mit geringer Teigausbeute (geringer Wassergehalt) hergestellt. Häufig wird ein schwach ausgemahlenes Mehl verwendet, um der Krume mehr Struktur zu verleihen. Neben Frischhefe werden dem Teig häufig auch Backmalz und geringe Mengen Speisefett wie Butter oder Schmalz zugesetzt, wodurch die Krume zarter wird.

Grundrezepte
Inhaltsstoffe Laugengebäck Brezelgebäck
Weizenmehl Typ 550 100 % 100 %
Schüttflüssigkeit 50 % 45 %
Frischhefe 2-4 % 2-4 %
Salz 1,8-2,2 % 1,8-2,2 %
Backmalz 2 % 2 %
Fett 3-10 % 3-10 %

Ein wichtiger Schritt bei der Herstellung von Laugengebäck ist das Absteifen der Teiglinge. Das bedeutet, dass die Oberfläche der geformten Teiglinge vor dem Belaugen leicht antrocknen muss. Diese trockene Außenhaut sorgt dafür, dass die Lauge nicht in den Teig eindringt, sondern an der Oberfläche bleibt und dort ihre Wirkung entfaltet. So entsteht die charakteristische Kruste. Beim Backen von Laugengebäck ist es üblich, ohne Schwaden (ohne Zugabe von Dampf) zu arbeiten und die Ofentür leicht zu öffnen, um überschüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen (offener Zug). Auf diese Weise wird die Kruste schön knusprig, ohne weich zu werden.

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