Heute möchte ich dir mein neuestes Rezept vorstellen: ein Brot aus Dinkelsauerteig mit einem Brühstück aus Dinkelschrot. Das Ergebnis dieser Kombination ist ein schmackhaftes und vollwertiges Brot, das mit Sicherheit auch deinen Gaumen erfreuen wird.
Dinkel, ein uraltes Getreide mit einzigartigem Geschmack, bildet zusammen mit dem Sauerteig die Grundlage für ein Brot mit angenehmer Säure und nussigem Aroma. Außerdem trägt der Sauerteig zur Haltbarkeit des Brotes bei und verbessert seine Krume. Der zweite wichtige Bestandteil des Rezepts ist Schrot. Denn Schrot enthält alle Nährstoffe des Korns und macht das Brot reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Dadurch wird es nicht nur sättigend, sondern hat auch einen kräftigen und kernigen Geschmack.
Du bist herzlich eingeladen, dieses Rezept auszuprobieren. Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir viel Spaß beim Backen.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man ein längliches Gärkörbchen und ein Rasierklingenmesser als Schnittwerkzeug.
Dinkelsauerteig
Zuerst wird der Dinkelsauerteig angesetzt. Hierzu werden Dinkelvollkornmehl, Wasser und Weizenanstellgut in einer Schüssel von Hand vermischt. Knete alles gut durch. Lasse den Sauerteig zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 8 Stunden gären.
Brühstück
Während dein Sauerteig gärt, kannst du das Brühstück zubereiten. Dazu wird Schrot in einer separaten Schüssel mit kochendem Wasser überbrüht. Lasse die Mischung zugedeckt quellen und verwende sie erst, wenn sie vollständig abgekühlt ist.
Hauptteig
Wenn sowohl der Sauerteig als auch das Brühstück gereift sind, kann mit dem Hauptteig begonnen werden. Dafür den Sauerteig und das Brühstück in eine große Schüssel geben. Gib alle anderen Zutaten hinzu und knete sie etwa 10 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig. Dabei ist zu beachten, dass Dinkel empfindlich auf Reibungswärme reagiert. Er darf nicht zu stark geknetet werden.
Stockgare bis Stückgare
Lass den Teig abgedeckt in einer geölten Schüssel bei Raumtemperatur für 2 Stunden ruhen (das ist die Stockgare). Der Teig sollte sich in dieser Zeit etwa verdoppeln. Dehne und falte ihn während seiner Reife alle 30 Minuten. Ziehe dafür mit nassen Händen den Teig am Rand nach oben und falte ihn über den Teig zur anderen Seite. Mache das einige Male von allen Seiten. Damit straffst du das Glutengerüst. Nach der Stockgare den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zu einem länglichen Laib formen. Lege diesen mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen und lass ihn für eine weitere Stunde ruhen (das ist die Stückgare).
Rund ums Backen
Den Backofen auf 230 °C vorheizen. Sobald der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat, den Teig vorsichtig auf eine Backfolie stürzen und die Oberfläche mehrmals einschneiden und in den Ofen geben. Das Brot ca. 45-50 Minuten backen. Für eine besonders knusprige Kruste in den ersten 10 Minuten der Backzeit eine Tasse Wasser auf den Ofenboden gießen, um Dampf zu erzeugen (mit Schwaden backen). Nach dem Backen Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. So bleibt die Kruste knusprig. Und schon hast du ein herrlich duftendes, selbstgebackenes Brot! Guten Appetit!
Wissenswertes
Bei der Herstellung von Broten tragen Nullteige entscheidend zur Verbesserung der Teigstruktur, des Geschmacks und der Haltbarkeit bei. Es gibt verschiedene Arten von Nullteigen: Quellstück, Brühstück, Kochstück und Mehlkochstück.