Manakish, oft auch Manaqish, Manakeesh oder in der Einzahl Man’oushe genannt, ist ein einfaches und vielseitiges Fladenbrot der levantinischen Küche. Besonders beliebt ist es in Ländern wie dem Libanon, Syrien, Jordanien und Palästina. Das pizzaähnliche Fladenbrot ist tief in der arabischen Welt verwurzelt und dient sowohl als Frühstück als auch als beliebtes Streetfood.
Der Name Manakish leitet sich vom arabischen Wort „Manqushah“ ab, was so viel wie „etwas Geschnitztes oder Graviertes“ bedeutet. Damit ist die traditionelle Methode gemeint, mit den Fingern den Teig zu stippen und so Vertiefungen für den Belag zu formen. Za’atar, eine aromatische Gewürzmischung aus getrocknetem Thymian, geröstetem Sesam, Sumach und Salz, ist der klassische Belag. Die Gewürzmischung wird mit etwas Olivenöl zu einer streichfähigen Paste verrührt und vor dem Backen auf das Fladenbrot aufgetragen. Neben Za’tar sind auch Varianten mit Käse oder Hackfleisch weit verbreitet.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man ein Teigkarte zum Portionieren des Teiges und eine Stipprolle sowie einen Backpinsel.
Fladenbrot-Teig
Hefe, Zucker und Wasser in einer großen Schüssel mischen. Das Mehl dazugeben und gut 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
Stockgare bis Stückgare
Den Teig an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Nachdem der Teig aufgegangen ist, teilt man ihn in 10 gleich große Portionen und formt daraus kleine Kugeln. Diese Kugeln unter ein feuchtes Tuch legen und weitere 30 Minuten gehen lassen.
Gewürzpaste
Getrockneten Thymian, gerösteten Sesam und gemahlenen Sumach zu gleichen Teilen mischen. Wesentlich weniger grobes Salz hinzufügen. Zum Schluss wird Olivenöl beigemengt, um eine streichfähige Paste zu erhalten. Für einen authentischen Geschmack können auch fein gehackte Zwiebeln zugegeben werden.
Rund ums Backen
Jede Teigkugel auf einer bemehlten Fläche zu einem etwa 5 mm dicken Teigfladen ausrollen und mit den Fingerspitzen oder einer Stipprolle kleine Vertiefungen in den Teig drücken. Anschließend die Teigfladen dünn mit der Za’atar-Öl-Mischung bestreichen. Die Manakish bei 240°C Ober- und Unterhitze ungefähr 10 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Die hohe Temperatur sorgt für eine perfekte Textur und ein hervorragendes Aroma. Sobald die Manakish fertig sind, aus dem Ofen nehmen und am besten warm genießen.
Wissenswertes
Zaatar ist eine Gewürzmischung aus dem Nahen Osten, die sich durch ihren einzigartigen, aromatischen Geschmack auszeichnet. Sie ist vielseitig einsetzbar als Gewürz für Fleisch- und Gemüsegerichte, als Marinade, zum Bestreuen von Brot vor dem Backen oder einfach mit Olivenöl gemischt als Dip.