Bärlauch, auch Waldknoblauch genannt, ist eine frische und weniger intensive Alternative zu herkömmlichem Knoblauch. Er ist ideal für Frühlingsrezepte. Das zur Familie der Amaryllisgewächse gehörende Gewürzkraut verleiht Backwaren mit seinen jungen Blättern eine unverwechselbar würzige Note. Die Einsatzmöglichkeiten in der Backstube reichen von frischen Blättern im Brotteig bis hin zur Verfeinerung von Brot oder Brötchen mit Pesto. Die beste Erntezeit ist übrigens im April, kurz vor der Blüte, wenn sein Aroma am stärksten ist. Beim Sammeln ist jedoch Vorsicht geboten: Bärlauch kann leicht mit den giftigen Maiglöckchen verwechselt werden.
Aromaprofil
Insgesamt zeichnet sich das Aromaprofil des Bärlauchs durch eine frische, würzige Knoblauchnote aus. Im Hintergrund finden sich zarte, grüne, fast krautige Nuancen, die an Frühlingsgemüse oder Zwiebeln erinnern. Das Aroma ist weniger intensiv und aufdringlich als das von rohem Knoblauch, was Bärlauch in vielen Rezepten zu einer subtileren Alternative macht.
| Aromaprofil von Bärlauch | |
|---|---|
| Merkmal | Charakteristik |
| Geschmack | hat einen scharfen, frischen, knoblauchähnlichen Geschmack |
| Pflanzenfamilie | ist ein Blattgewürz aus der Familie der Amaryllisgewächse |
| Nutzteil der Pflanze | man verwendet vor allem die jungen, frischen Blätter |
| Hauptaromastoff(e) | Hauptaromastoff ist Allicin, welches den typischen Geruch erzeugt |
Saisonalität
Ideal ist es, den Bärlauch kurz vor der Blüte zu ernten, da er dann am aromatischsten ist. Meist ist dies im April, manchmal auch schon im März der Fall. Für alle, die selbst sammeln und den Bärlauch nicht im Handel kaufen, empfiehlt es sich, nur die Blätter und nicht die Zwiebeln zu ernten, um die Bestände zu schonen und auch im nächsten Jahr noch genügend Pflanzen zu finden.
Um das flüchtige Aroma des Bärlauchs über die kurze Saison hinaus zu bewahren, lohnt es sich, die frischen Blätter direkt nach der Ernte weiterzuverarbeiten. Besonders gut eignen sich Bärlauchbutter und Bärlauchpesto, zwei bewährte Methoden, um das charakteristische, fein-würzige Aroma für viele Monate einzufangen. Beide Zubereitungen lassen sich hervorragend einfrieren oder kühl lagern und bringen so das unverwechselbare Frühlingsaroma auch in der restlichen Jahreszeit zurück.
Bärlauchpesto
Bärlauchbutter
Verwechslungsgefahr
Der Bärlauch ist der Frühlingsbote schlechthin. Sein Erscheinen markiert das endgültige Ende des Winters und den Beginn des Frühlings. Von März bis Mai schiebt das aromatische Kraut seine grünen Blätter aus dem Boden und erfüllt Wälder und Wiesen mit seinem unverwechselbaren Duft. Diese kurze, aber intensive Saisonalität macht Bärlauch zu einem echten Highlight für Genießer. Wichtig ist jedoch, dass selbst gesammelter Bärlauch sicher von anderen Pflanzen unterschieden werden kann, denn Bärlauch kann leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. Diese Pflanzen sind giftig und haben schon zu tödlichen Unfällen geführt.
Bärlauchblätter duften deutlich nach Knoblauch, besonders wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Sie wachsen einzeln, ohne erkennbaren Stängel, direkt aus dem Boden. Die sternförmigen, weißen Blüten stehen in schirmförmigen Dolden und erscheinen meist ab April.
Bärlauch in Backwaren
Bärlauch ist vielseitig verwendbar. Seine Blätter können roh in Salaten, als Pesto oder in Suppen und Saucen verwendet werden. Er passt hervorragend zu Eiern, Kartoffeln und Nudeln. Aber auch in Backwaren, wie Brot oder Brötchen, verleihet er eine würzige Note. Ideal ist es, frischen Bärlauch zu Pesto zu verarbeiten und den Rezepten hinzuzufügen. Auf diese Weise ist er lange haltbar und sogar einfrierbar.