Bärlauchbutter ist eine der einfachsten und aromatischsten Buttervariationen, die sich im Frühling selbst herstellen lassen. Sobald die Saison des heimischen Frühlingskrauts beginnt, ist sie ein Klassiker unter den Brotaufstrichen: frisch, würzig und mit einer milden Schärfe, die an Knoblauch erinnert, sein typischer Nachgeschmack jedoch fehlt. In der Küche ist Bärlauchbutter vielseitig verwendbar, aber vor allem auf leckerem Grillbrot entfaltet sie ihre volle Wirkung.
Der Frühlingsbote
Der Bärlauch (Allium ursinum), auch als Waldknoblauch bezeichnet, gehört zur Familie der Lauchgewächse. Seine Blätter sind zwischen März und Mai erhältlich, je nach Region und Witterung. Für die Zubereitung von Bärlauchbutter sollten ausschließlich junge, zarte Blätter verwendet werden – idealerweise vor der Blüte, da die Aromen danach an Intensität verlieren und die Blätter bitterer werden. Wer Bärlauch selbst sammeln möchte, sollte ihn sicher erkennen können, da es gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen gibt.
Bärlauch
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Die einfache Menge des Rezepts entspricht einem handelsüblichen Butterblock von 250 g. Im Kühlschrank ist die fertige Butter wenige Wochen haltbar. Für eine längere Aufbewahrung empfiehlt sich das portionsweise Einfrieren als Rolle, die sich später in Scheiben schneiden lässt. So lässt sich das kurzlebige Bärlaucharoma über Monate konservieren.
Bärlauchbutter
Den frischen Bärlauch waschen, trocknen und sehr fein hacken. Anschließend mit der weichen Butter zu einer gleichmäßigen, geschmeidigen Masse vermengen. Um die Butter später besser portionieren zu können, entweder auf Frischhaltefolie geben, länglich einrollen und zu einer kompakten Rolle formen oder in eine runde Backform mit etwa 5 cm Durchmesser streichen. Die vorbereitete Butterrolle für mindestens eine Stunde einfrieren – danach lässt sie sich gut in Scheiben schneiden oder portionsweise entnehmen. Alternativ kann die Bärlauchbutter im Kühlschrank fest werden.
Rezepte
Bärlauchbutter ist eine klassische Frühlingszutat mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Mit ihrem charakteristischen Aroma, das an Knoblauch erinnert, verleiht sie einfachen Gerichten eine besondere Note, ohne diese zu überlagern. Besonders gut passt die Butter zu kräftigen Brotsorten mit dunkler Kruste, zu ofenwarmen Brötchen oder zu herzhaftem Kleingebäck. Sie kann auch als Begleiter zu Kartoffeln oder zur Verfeinerung von Gemüse verwendet werden.