Für viele ist der Jahresanfang ein Anlass, ihre Essgewohnheiten wieder etwas bewusster zu gestalten – aus dem Wunsch heraus, sich im Alltag besser zu ernähren. Gefragt sind Gerichte, die sich schnell zubereiten lassen, satt machen, aus überschaubaren Zutaten bestehen und sich gut in den Alltag integrieren lassen.
Süßkartoffeln bieten dafür eine solide Grundlage: Sie liefern komplexe Kohlenhydrate und viele Ballaststoffe und eignen sich gut als Zusatz in unterschiedlichsten Teigen. Als Waffeln ausgebacken, sind sie eine einfache Mahlzeit, bei der der Genuss nicht zu kurz kommt.
In Kombination mit einem frischen Rotkohlsalat und Avocado entsteht ein schnelles und unkompliziertes Gericht für Tage, an denen es zügig gehen muss, das aber dennoch gesund sein soll. Kurz gesagt: eine ideale Mahlzeit für den Januar – schlicht, sättigend und gesund.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Die Teigmenge ist für ein handelsübliches Waffeleisen für belgische Waffeln ausgelegt. Sie ergibt je nach Gerät und Befüllung etwa 12 große Doppelwaffeln oder 24 halbe oder kleine Waffeln.
Die Süßkartoffeln sollten idealerweise im Backofen gegart und nicht gekocht werden. So bleibt ihr Wassergehalt geringer, wodurch der Waffelteig die richtige Konsistenz erhält. Wenn keine Süßkartoffeln verfügbar sind, können auch klassische Kartoffeln verwendet werden. In diesem Fall schmecken die Waffeln weniger süß und haben ein würzigeres Aroma.
Der Waffelteig eignet sich grundsätzlich sowohl für herzhafte als auch für süße Beläge und kann entsprechend variantenreich eingesetzt werden.
Waffelteig
Die Süßkartoffeln schälen, kleinschneiden und bei 160 °C Ober-/Unterhitze im Backofen etwa 30 Minuten garen. Danach ausdampfen lassen und fein zerdrücken. Eier und Milch verquirlen und die Süßkartoffeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und zügig unterrühren. Zuletzt die geschmolzene Butter zugeben.
Die Waffeln in einem geeigneten Waffeleisen für etwa fünf Minuten backen, bis sie außen knusprig sind. Durch die Süßkartoffel sind sie generell etwas weicher, als man es gewohnt ist. Die fertigen Waffeln idealerweise noch warm anrichten und sofort servieren.
Serviervorschlag
Den Rotkohl fein hobeln und mit etwas Salz und Zucker mischen. Anschließend 3–5 Minuten lang von Hand kräftig durchkneten, bis er weicher wird. Danach sollte er mindestens 20 Minuten, besser 1–2 Stunden, ziehen. Zum Schluss Apfelessig, Zitronensaft und Schmand unter den Kohl mischen und nach Belieben abschmecken. Kurz vor dem Servieren eine Avocado ausschneiden, die Waffel damit anrichten und direkt servieren.
Wissenswertes
Wer Gefallen an unkomplizierten Teiggerichten findet, wird auch an einer Galette bretonne seine Freude haben. Die dünn ausgebackenen Buchweizenpfannkuchen stammen aus der Bretagne und werden traditionell ohne Weizenmehl hergestellt. Sie besitzen daher ein ganz charakteristisches, nussiges Aroma und können sowohl süß als auch herzhaft belegt werden. Die Möglichkeiten reichen von der klassischen Variante mit Ei und Käse bis hin zu saisonalen Varianten mit Waldpilzen oder Gemüse.