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Pumpernickel Canapés

Pumpernickel Canapés

Canapés sind kleine, kunstvoll belegte Häppchen aus der französischen Küche. Der Begriff leitet sich vom französischen Wort für „Sofa“ ab und wurde im 18. und 19. Jahrhundert scherzhaft auf diese Brote übertragen, da der Belag auf dem Brot „ruht“ wie ein Gast auf dem Sofa. Von dort aus eroberten die Canapés die feine Gesellschaft und wurden schnell zu einem festen Bestandteil festlicher Empfänge. Sie galten als praktisch, da sie mit einem Bissen gegessen werden konnten, und zugleich als elegant, da sie optisch viel hermachten.

Heute begegnet man ihnen vor allem auf Buffets, bei Sektempfängen oder als Fingerfood. Ihr Reiz liegt darin, auf kleinstem Raum kulinarische Highlights zu vereinen: süß oder salzig, cremig oder knackig, klassisch oder modern. Diese Vielseitigkeit macht sie bis heute zu einem festen Bestandteil der gehobenen Gastronomie.

Traditionell werden sie mit Weißbrot zubereitet. Spannender wird es jedoch, wenn man eine kräftigere Basis wählt, etwa westfälischer Pumpernickel. Dieses Schwarzbrot verdankt seine charakteristische dunkle Farbe, sein süß-malziges Aroma und seine unvergleichlich saftige Konsistenz einer Backzeit von bis zu 24 Stunden.

Mit Pumpernickel als Unterlage erhalten Canapés eine moderne Note. Das dichte Brot trägt selbst saftige Beläge sicher und setzt mit seinem kräftigen Geschmack einen spannenden Kontrapunkt zu feinen Aufstrichen, Käse, Fisch oder Obst. So werden aus kleinen Häppchen echte Hingucker: bodenständig und regional verwurzelt, zugleich raffiniert und zeitgemäß.

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Zubereitung

Meine Anleitungen sind bewusst einfach und verständlich gehalten, so dass du auch ohne viel Vorerfahrung tolle Ergebnisse erzielen kannst. Wenn du dein Wissen rund ums Brotbacken vertiefen möchtest, findest du in der Rubrik Backwissen viele nützliche Informationen und Tipps. Und wenn du beim Backen auf Probleme stößt oder Fragen hast, zögere nicht, mir zu schreiben. Ich helfe dir gerne weiter!

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Rezepthinweise

Als Grundzutat benötigst du Pumpernickel. Du kannst ihn kaufen oder selber backen. Aber egal, ob gekauft oder selbst gebacken: Pumpernickel ist immer ein besonderer Genuss. Wer sich einmal an die eigene Herstellung wagt, wird überrascht sein, wie gut diese westfälische Spezialität gelingt. Viel braucht es dafür nicht, außer einer großen Portion Geduld. Doch gerade die zahlt sich aus.

Selbstverständlich kannst du alle angegebenen Zutaten beliebig austauschen. Zum Anrichten der einzelnen Komponenten sind ein Spritzbeutel und eine kleine Stern- sowie Lochtülle sehr hilfreich.

Westfälischer Pumpernickel

Westfälischer Pumpernickel

Pumpernickel ist ein deutsches Traditionsbrot, das durch seine tiefdunkle Farbe, seine dichte Konsistenz und seine extrem lange Haltbarkeit besticht. Es stammt ursprünglich aus Westfalen, wo es seit Jahrhunderten gebacken wird. Unter der Bezeichnung „Westfälischer...
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Variation I

Für die erste Variante habe ich eine Creme aus Frischkäse und gegarter Rote Bete zubereitet und diese mit Salz, Pfeffer sowie etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Die Masse wird in einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt und dekorativ auf kleine Scheiben Pumpernickel gespritzt. Dünne Radieschenscheiben werden halbiert und wie kleine Torbögen in die Creme gesteckt. Zum Schluss streue ich einige Granatapfelkerne darüber und garniere das Ganze mit frischen Sprossen. So entsteht ein farbenfrohes Canapé, das gleichzeitig kräftig, frisch und leicht süß schmeckt.

Variation II

Für diese Variante Mascarpone mit dem Vanillemarkschote aromatisieren und in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Setze dann kleine Tupfen auf die Pumpernickelscheiben. Darauf lege jeweils eine halbe Brombeere und eine Pekannuss und verzier das Ganze mit einer hauchdünnen Orangenscheibe. So entstehen kleine Canapés, die cremig süß sind und mit einer säuerlichen Note veredelt werden. Die Pekannuss rundet das Aroma ab. Alles wird von der malzigen Süße des Pumpernickels getragen.

Variation III

Für die letzte Variante bestreiche ich den Pumpernickel zunächst mit Senfkaviar. Dieser verleiht dem Ganzen eine feine Schärfe. Darauf lege ich eine Scheibe Ziegenkäse und gebe karamellisierte Zwiebeln darüber. Als fruchtige Ergänzung folgen zwei Scheiben einer frischen Feige und abgerundet wird das Canapé mit einem kleinen Zweig Thymian, der für Aroma und einen eleganten Akzent sorgt.

Verwendete Zutaten

Senfkaviar

Senfkaviar

Senfkaviar klingt auf den ersten Blick nach einer Spielerei aus der Molekularküche. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch eine alte, einfache Technik: Senfsaat wird gekocht und eingelegt, bis sie ihre Schärfe verliert und stattdessen zu kleinen, perligen...
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