Zimtsterne gehören zu den ältesten Weihnachtsplätzchen überhaupt. Schon im 18. Jahrhundert wurden sie gebacken. An ihrem Grundrezept hat sich seither wenig geändert: gemahlene Mandeln, viel Zimt und eine zarte Eiweißspritzglasur. Diese Variante bleibt dem Klassiker treu, ergänzt ihn aber um zwei Akzente: Fein gehackte Cranberries bringen eine fruchtig-säuerliche Note in den süßen Teig und gehackte Pistazien setzen einen grünen Akzent auf der Glasur. Beim Zimt lohnt sich ein genauer Blick, denn die Sterne brauchen reichlich davon. Der milde Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin als der weit verbreitete Cassia-Zimt, was bei einem so zimtlastigen Gebäck eine Überlegung wert ist.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man eine Ausrollhilfe, eine Winkelpalette und einen Zimtsternaustecher.
Makronenmasse
Alle Zutaten mit einem Flachrührer zu einem glatten, leicht klebrigen makronenähnlichen Masse verrühren. Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas gemahlene Mandeln hinzufügen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Je länger du den Teig ruhen lässt, desto besser verbinden sich die Zutaten miteinander.
Eiweißspritzglasur
Die Zutaten für die Eiweißspritzglasur miteinander verrühren. Die Glasur muss sehr dickflüssig sein und darf nicht fließen, sonst lassen sich die Zimtsterne nicht gut ausstechen. Gib den Teig auf eine mit gemahlenen Mandeln bestreute Arbeitsfläche und rolle ihn 1 cm dick aus.
Zimtsterne ausstechen
Die Glasur mit einer Palette auf den Teig streichen. Die Glasur sollte nur 1-2 mm dick sein wie auf dem Bild. Dann kannst du mit dem Ausstechen beginnen. Den Ausstecher hierfür immer wieder in Wasser tauchen, damit sich die Sterne besser lösen. Die Sterne haben nur wenig Ofentrieb, deshalb kann man sie wie abgebildet dicht nebeneinander legen. Zum Schluss die gehackten Pistazien darüber streuen.
Rund ums Backen
Die Sterne bei 160°C Ober- und Unterhitze 15 Minuten bei offenem Zug (Backofentür leicht geöffnet) ausbacken. Die Backzeit richtet sich nach der Bräunung. Sie sollten nur leicht gebräunt sein. Nicht erschrecken, wenn du sie vom Backpapier löst. Sie sind warm sehr weich und härten erst beim Abkühlen aus.
Wissenswertes
Das Geheimnis der Zimtsterne ist ihre Makronenmasse: Sie enthält kein Mehl. Ihren Halt bekommen sie allein aus gemahlenen Mandeln, die mit Eiweiß und Zucker gebunden werden. Das Eiweiß übernimmt dabei die Rolle des Glutengerüsts. Deshalb sind Zimtsterne von Natur aus glutenfrei.