Der Wiener Gugelhupf mit seiner charakteristischen Gugelhupf-Form ist ein beliebtes Gebäck der österreichischen Hauptstadt. Sein schwerer, gerührter Hefeteig verleiht ihm eine besondere Textur und ein luftiges Mundgefühl. Seinen unverwechselbaren Geschmack verdankt er jedoch vor allem dem im Rezept enthaltenen Inländer-Rum. Dieser traditionell in Österreich hergestellte Rum wird im Gegensatz zu vielen anderen Rumsorten aus Zuckerrüben gewonnen. Dieser Rum verbindet sich harmonisch mit den anderen Zutaten zu einem Geschmackserlebnis, das aus den klassischen Wiener Kaffeehäusern nicht mehr wegzudenken ist. Dort hat der Wiener Gugelhupf seinen festen Platz im kulturellen Herzen der Stadt und wird als süßer Botschafter österreichischer Backwaren geschätzt.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man eine Gugelhupfform mit einem Durchmesser von 22 cm.
Rum-Rosinen
Am Vorabend des Backtages die Rosinen und den Abrief einer Zitrone mit Inländer-Rum (z.B. Strohrum) oder einer anderen Spirituose übergießen und ziehen lassen. Wenn es mal schneller gehen soll, sollten die Rosinen mindestens 3 Stunden im Rum liegen.
Hefestück
Die gesamte Frischhefe mit der Schüttflüssigkeit vermischen, die gleiche Menge Mehl zugeben und abgedeckt eine Stunde gehen lassen.
Hefeteig
Butter, Zucker und Salz werden in einer Schüssel schaumig gerührt. Die Eier nach und nach hinzufügen und jeweils gut unterrühren. Dann das Mehl löffelweise in die Masse einarbeiten. Abschließend das Hefestück und die Rumrosinen untermischen. Dann eine Gugelhupfform von 22 cm Durchmesser fetten und mit Mandelblättchen ausstreuen. Den Teig in die Form geben und glatt streichen. Warte mit dem Backen, bis der Teig aufgegangen ist und die Form zu 3/4 ausfüllt. Das dauert ungefähr eine Stunde.
Rund ums Backen
Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Backe den Gugelhupf 45 Minuten oder bis er goldgelb ist. Wenn die Backfarbe zu dunkel wird, die Form mit einem Deckel abdecken. Nachdem der Gugelhupf gebacken und abgekühlt ist, wird er mit Puderzucker oder Dekorzucker bestäubt und serviert.
Wissenswertes
Der Gugelhupf ist ein auf der ganzen Welt beliebtes Gebäck, das es in unzähligen Abwandlungen gibt. Die charakteristische Backform ist dabei nicht nur für sein Aussehen entscheidend, sondern auch funktional.