Frisch gebackene Brötchen aus der eigenen Küche sind ein Genuss, den jeder einmal ausprobieren sollte – und mit diesem Rezept gelingt das auch ohne komplizierte Technik. Diese Brötchen sind ideal für alle, die mit selbstgebackenem Brot und Brötchen beginnen möchten und Wert auf Frische, Geschmack und gute Haltbarkeit legen. Durch die Zugabe von Karotten und Zucchini bleiben die Brötchen besonders lange saftig. Die Möhren sorgen für eine dezente Süße, die Zucchini für eine lockere Krume, ohne sich geschmacklich in den Vordergrund zu drängen. Gleichzeitig sorgt die Kombination aus Weizenvollkornmehl und Weizenmehl Type 1050 für ein ausgewogenes Aroma und eine gute Balance zwischen Nährwert und Backeigenschaften.
Die lange Teigführung über Nacht sorgt für ein ausgeprägtes Aroma und macht die Brötchen bekömmlicher – ohne großen Aufwand. Der Teig wird am Vortag angesetzt, geht im Kühlschrank langsam auf und kann am nächsten Morgen direkt verarbeitet werden. Ob zum Frühstück, als Snack oder für die Brotzeit – die Gemüsebrötchen lassen sich wunderbar kombinieren und schmecken mit herzhaften oder süßen Aufstrichen. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch gesünder als so manches gekaufte Brötchen.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man eine Gärbox beispielsweise einen Gastronormbehälter mit Deckel und eine Teigkarte.
Gemüseeinlage
Das Gemüse sorgt für eine saftige Krume und eine angenehme Textur. Möhren und Zucchini werden grob geraspelt. Besonders wichtig: Die Zucchini gut ausdrücken, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Das verhindert, dass der Teig später zu weich wird.
Brötchenteig
Zuerst wird das gesamte Wasser in eine Schüssel gegeben. Anschließend werden die Frischhefe und der Honig darin aufgeschlämmt, damit sie sich gleichmäßig im Teig verteilen können. Dann folgen die Mehle und die restlichen Zutaten bis auf die Walnüsse und die Gemüseeinlage. Alles wird bei niedriger Geschwindigkeit vermengt. Nach dieser kurzen Mischphase wird das Salz zugegeben. Sobald es eingearbeitet ist, wird die Geschwindigkeit erhöht und der Teig weiter geknetet, bis sich ein gutes Glutengerüst entwickelt hat. Erst dann werden das geraspelte Gemüse und die gehackten Walnüsse zugegeben. Damit sich das Gemüse gleichmäßig verteilt, weiter kneten, bis der Teig eine glatte, elastische Konsistenz erreicht hat.
Stockgare bis Stückgare
Der Teig geht zugedeckt bei Raumtemperatur zwei Stunden lang. Während dieser Zeit wird der Teig in einer Gärbox zweimal gedehnt und gefaltet. Durch diese Faltvorgänge erhält der Teig eine bessere Stabilität und ein gleichmäßiges Volumen. Anschließend kommt der Teig in den Kühlschrank und reift dort über Nacht für weitere 12 Stunden. Diese langsame kalte Gärung verbessert das Aroma und die Frischhaltung. Vor der Weiterverarbeitung sollte der Teig eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen, damit er wieder geschmeidig wird.
Brötchen formen
Der Teig wird vorsichtig auf eine mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche gegeben, ohne dass er zu stark ausgegast wird. Anschließend wird er vorsichtig zu einem 3 cm dicken Rechteck ausgerollt. Mit einer Teigkarte oder einem Messer werden dann Brötchen von je 150 g abgestochen. Abschließend ruhen sie nochmals zwei Stunden unter einem Leinen. Kurz vor dem Backen werden die Brötchen mit Wasser besprüht und kräftig mit Mehl bestaubt.
Rund ums Backen
Dann kommen sie in den auf 230 °C vorgeheizten Ofen. Direkt nach dem Einschieben sorgt ein kräftiger Dampfstoß für eine glänzende, knusprige Kruste. Nach zehn Minuten wird der Dampf abgestellt. Die gesamte Backzeit beträgt ca. 15 Minuten. Die Brötchen sind perfekt gebacken, wenn sie eine goldbraune Kruste haben und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Wissenswertes
Die Zucchini bringt Feuchtigkeit in den Teig und hält das Gebäck lange frisch – nicht nur im Brötchen, sondern auch im Brot. Wer Lust auf eine aromatische Krume mit mildem Biss hat, sollte ein rustikales Sauerteigbrot mit Zucchini ausprobieren. Die lange Teigführung unterstützt den Geschmack, die Zucchini die Frischhaltung. Perfekt als herzhafter Belag oder als purer Genuss.