Die tiefschwarze Farbe der Black Burger Buns wird durch die Verwendung von Sepia-Tinte erreicht. Diese Tinte wird aus den Tintenbeuteln von Tintenfischen gewonnen und ist reich an Umami, was ihr einen einzigartigen, leicht salzigen Geschmack mit einem Hauch von Meeresaromen verleiht. Historisch wurde Sepia-Tinte nicht nur in der Küche, sondern auch als Farbstoff und Tinte für Zeichnungen verwendet. Sie enthält wertvolle Nährstoffe wie Eisen und Antioxidantien, die gesundheitliche Vorteile bieten können. Du erhältst die Sepia-Tinte meist in Asialäden oder bei einem Gewürzhändler im Internet.
Der Food-Trend „Black Food“ beeindruckt nicht nur optisch, sondern setzt auch geschmacklich neue Akzente. In den letzten Jahren haben schwarze Lebensmittel stark an Popularität gewonnen. Von schwarzem Eis bis hin zu schwarzen Burger Buns – diese Produkte sind echte Hingucker und bringen eine elegante Note auf den Teller, die perfekt in die Grillsaison passt.
In der Küche wird Sepia-Tinte vor allem in mediterranen und asiatischen Gerichten verwendet, um diesen eine tiefschwarze Farbe und ein intensives Aroma zu verleihen. Ob in Pasta, Risotto oder Brot – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und beeindruckend. In diesem Rezept für Burger Buns verleiht die Sepia-Tinte den Brötchen nicht nur eine außergewöhnliche Farbe, sondern auch einen besonderen Geschmack, der sich perfekt mit gegrilltem Fleisch und frischen Zutaten kombinieren lässt.
Damit dir meine Rezepte gelingen, lohnt es sich, zu wissen, wie ich sie schreibe, etwa wie ich Mengen angebe, was ich unter einzelnen Zutaten verstehe und welche Grundlagen ich voraussetze, ohne sie in jedem Rezept zu wiederholen. All das, samt Bäckerlatein, findest du unter „Rezepte verstehen”. Wenn du den größeren Zusammenhang suchst, führen dich die Wissensrubriken tiefer ins Thema: Backwissen für alles rund um das Handwerk selbst, Teigkunde für das Wissen rund um Teige und Massen sowie die Veredelung von Rezepten und in der Warenkunde finden sich alle Informationen zu den Zutaten selbst. Wenn doch eine Frage offenbleibt, sende mir gerne eine Botschaft – ich freue mich darauf.
Rezepthinweise
Hinweise
Für dieses Rezept benötigt man ein Bäckerleinen und einen Teigpinsel.
Die Schlüsselzutat ist Sepia-Tinte. Diese ist in Asia-Läden oder bei Gewürzhändlern im Internet erhältlich. Alternativ können die Buns mit lebensmittelechter Aktivkohle gefärbt werden. Diese färbt mindestens ebenso tiefschwarz, schmeckt neutral und ist ergiebiger: Anstelle von 20 g Sepia reichen 6 bis 8 g Aktivkohle. Allerdings geht die feine, salzig-maritime Umami-Note verloren – wer mag, gleicht sie mit etwas Sojasauce aus.
Hefestück
Zuerst die Frischhefe und die Sepia-Tinte in der Milch auflösen und gleichmäßig verrühren. Dann das Mehl zugeben und eine Stunde an einem warmen Ort reifen lassen.
Hauptteig
Alle Zutaten bis auf den Sesam in eine große Schüssel geben und 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Der Sesam wird kurz vor dem Backen zum Bestreuen der Teigoberfläche benötigt. Ich habe geschälten weißen Sesam verwendet, da er durch sein fast weißes Aussehen einen besonders schönen Kontrast zu den Burger Buns bildet.
Stockgare bis Stückgare
Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Ich habe den Backofen mit eingeschalteter Lampe benutzt. Nach der Reifezeit den Teig in Stücke von je 110 g teilen und rund formen. Die Teiglinge nochmals 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Rund ums Backen
Backfertige Buns mit Eiweiß bestreichen und mit Sesam bestreuen. Dann 15 Minuten bei 220°C ohne Dampf backen. Aufgrund ihrer schwarzen Farbe ist es sehr schwer zu erkennen, wenn die Backfarbe zu dunkel wird. Deshalb ist es wichtig, dass die Backtemperatur und die Backzeit genau eingehalten werden.
Wissenswertes
Unter der tiefschwarzen Hülle steckt im Grunde ein klassischer Burger Bun: ein weiches, zart angereichertes Weizenbrötchen, das die Färbung nur überzieht. Die schwarze Variante spielt mit Optik und einer feinen Aromanote – die handwerkliche Grundlage aber teilt sie mit ihrem hellen Vorbild.